Aktuelle Trends beim Verpackungs- und Etikettendruck

In den letzten Jahren nahm die Bedeutung von Verpackung nicht nur durch die Coronakrise zu. Immer mehr Unternehmen setzten im Zuge der Digitalisierung auf E-Commerce, Webshops schossen aus dem Boden und der stationäre Handel erweiterte sein Portfolio durch Online-Angebote. Dieser Trend beschleunigte sich selbstredend im letzten Jahr und verhalf der Druckbranche im Bereich Packaging dazu, durchwegs gut durch die Krise zu navigieren.
 

Verpackungen sind Träger der Marke: Hier können die Botschaften den Kunden im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände gelegt werden

druck.at, die Onlinedruckerei aus Leobersdorf hat diese Entwicklung im letzten Jahr hautnah miterlebt und daraus wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die in die eigene E-Commerce Strategie einflossen. In enger Zusammenarbeit warfen die Produkt- und Marketingteams einen intensiven Blick auf die Verpackungstrends und sorgten für die rasche Umsetzung. Das Ziel war, den Kunden ihre Wünsche zu erfüllen und ihnen dabei zu helfen, den herausfordernden Alltag im Spannungsfeld der Pandemie zu meistern. „Genauso wie Kleider Leute machen, so gilt dies auch für Verpackungen und Produkte. Dabei müssen natürlich zwei Aspekte beachtet werden. Einerseits die Verpackungen für den Transport und andererseits die Verpackung für die Produkte selbst“, hält Head of Marketing Karin Gant fest. Und Produktmanager Michael Kristan fügt an: „Für die Druckbranche bedeutet es natürlich am Puls der Zeit zu bleiben und den Kunden die passenden Verpackungen inklusive Etiketten zu bieten.“

Verpackung Teil der Brand Experience. Jede Marke erzählt eine Geschichte. Diese sollte stringent auf allen Ebenen und Kanälen transportiert werden, um die Marke zu stärken. Das ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Marken, denn so schaffen sie es unverwechselbar zu sein und sich langfristig in den Köpfen der Zielgruppe zu manifestieren. Einer der zahlreichen Touchpoints sind eben auch Verpackungen und Etiketten. Hier können auch Botschaften transportiert werden, die man den Kunden im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände legt. „Vor allem wenn der direkte Kontakt zum Kunden auf Grund von Lockdowns nicht möglich ist, hilft eine gut erzählte Markengeschichte, die Nähe und das Vertrauen herzustellen. Vor allem in Zeiten, in denen sich Produkte immer ähnlicher werden, muss man sich abheben können“, sagt Karin Gant.

Speziell im Etiketten-Bereich werden zusehends Veredelungen oder Naturmaterialien nachgefragt

Unboxing ist State of the Art im E-Commerce. Zu einer erfolgreichen Marke gehört die konsequente und einheitliche Umsetzung des Corporate Designs. Je besser der Verbraucher auf seiner Customer Journey begleitet wird, umso mehr Vertrauen schöpft er zu einer Marke. Nachdem viel Zeit auf diversen Social Media Kanälen wie Facebook, Instagram, TikTok oder YouTube verbracht wird, kommt man als Markenstratege nicht umhin, sich vor allem im Bereich der Verpackung mit „Unboxing“ zu beschäftigen. „Unboxing ist längst nicht mehr einfach nur ein Hashtag auf sozialen Medien, sondern hat sich zu einem starken E-Commerce Tool entwickelt“, so Karin Gant. Und weiter: „Das Auspacken von Päckchen übt seit jeher eine große Faszination auf uns Menschen aus. In die Verpackung und auch Goodies zu investieren, vermittelt den Kunden Wertschätzung. Es trägt zur positiven Wahrnehmung der Marke bei und hebt die Brand Experience auf ein neues Level.“

Veredelung für das besondere Etwas. Der Mensch liebt Haptik, und Produkte zu berühren, die mit einem raffinierten Design aufwarten, freut nicht nur das Herz eines Grafikers, sondern auch das des Kunden. Mit den Veredelungstechniken wertet man Produktverpackungen und Etiketten zusätzlich auf und rückt bestimmte Details in den Fokus. Besonders beliebt bei Verpackungen ist der dickschichtige 3D/Relief Lack-Lack, der nicht nur schön anzusehen, sondern auch angenehm anzufassen ist. Aber auch Heißfolien-Veredelung in Gold oder Silber heben in der Wahrnehmung die Wertigkeit des Produktes. Ebenso sind partielle UV-Lackierungen, die nur gewisse Bereiche am Papier oder Karton hervorheben, eine Gelegenheit, um ein perfektes Design zu kreieren. Besonders dunkle Farben wirken dadurch noch intensiver.

Etiketten – jedem Topf sein Deckel. Wie bei den Menschen heißt es auch beim Produkt: Der erste Eindruck zählt. Ein edel gestaltetes Etikett kann positiv dazu beitragen, Sales zu steigern. Und man ermöglicht es am Point of Sales, sich aus der Masse zu heben und, wie schon eingangs erwähnt, die Brand Experience fortzusetzen. Doch auch hier haben sich im letzten Jahr ein paar Tendenzen herauskristallisiert, weiß Michael Kristan zu berichten: „Gerade im Etiketten-Bereich haben wir festgestellt, dass immer mehr Veredelungen oder Naturmaterialien nachgefragt werden. Papieretiketten haben einen starken Zuwachs verzeichnet.“ Von witterungsbeständig über rückstandslos entfernbar bis hin zu speziellen Veredelungen gibt es eine Bandbreite an Eigenschaften, die unterschiedlichste Etiketten erfüllen und ebenso angefragt werden. „Als Onlinedruckerei ist es wichtig, auch komplexe Projekte umzusetzen und auch eine umfangreiche Größenauswahl und freie Formwahl anzubieten.“

"Genauso wie Kleider Leute machen, so gilt dies auch für Verpackungen und Produkte", betont Karin Gant, Head of Marketing bei druck.at

Nachhaltigkeit: Der Wunsch nach Papier & Karton. Apropos Papier: Ein Trend, der schon in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen hat, ist der Wunsch des Kunden nach Materialien, die leicht recycelbar sind. Papier und Karton steht da naturgemäß hoch im Trend. Denn Unternehmen fällen die Entscheidung bei Verpackungen immer mehr aufgrund von Umweltkriterien, die wiederum vom Endkonsumenten verlangt werden. Besonders Papier punktet hier selbstverständlich in Sachen Umweltfreundlichkeit und Recyc-ling. Ebenso ein wichtiger Punkt ist die passgenaue Verpackung von versandten Produkten: Viele Konsumenten empfinden es als störend, wenn zu große Versandkartons verwendet werden. Hier können durch intelligentes Verpackungsmanagement Ressourcen geschont werden. „Als Druckerei muss man flexibel auf diese Wünsche eingehen und dem Kunden die passenden Verpackungen zur Verfügung stellen können“, so Michael Kristan.

Blick in die Zukunft – Mass Customization. Wie entwickelt sich die Branche weiter? Der Wunsch nach mehr Personalisierung steigt, um Kunden ein noch individuelleres Markenerlebnis zu ermöglichen. Mass Customization ist das Stichwort. Immer besser abgestimmte Druckprodukte, am besten schon ab 1 Stück, um gemäß einer E-Commerce Strategie auch Print auf einzelne Kunden abzustimmen oder aber auch Produkte so zusammenzustellen, dass sie perfekt für die eigenen Bedürfnisse passen. „Um ein Beispiel aus der Verpackung zu nennen: Bei flexiblen Produktverpackungen kann man zwischen verschiedenen Verschlussarten, Formaten, Materialien oder Folien-Kaschierungen wählen“, hält Kristan die zahlreichen Möglichkeiten fest, die man als Onlinedruckerei anbieten sollte. Ob für Schmuck, Kosmetikartikel, Technologieprodukte, Süßigkeiten oder Lebensmittel: Jedes Produkt hat je nach Beschaffenheit unterschiedliche Anforderungen an seine schützende Hülle.
Neue Digitalmöglichkeiten und die Weiterentwicklung von Druckmaschinen ermöglichen die Vernetzung von Print und Online immer mehr. Werbekampagnen sind online perfekt messbar, aber im Printbereich immer noch schwer nachzuvollziehen. Augmented Reality, die sich mittels Apps durch Etiketten und Verpackungen abspielt, wird immer interessanter.

www.druck.at

 

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