Mit Pop und Pullunder: 60 Jahre Schubert
von Gernot Rath
Firmenjubiläum in Crailsheim
Das sommerliche Rekordwetter tat der Hochstimmung keinen Abbruch: Mit Olaf Schubert und Sarah Connor hatte das Unternehmen zwei hochkarätige Showacts nach Crailsheim geholt.
Gut Ding will bekanntlich Weile haben: Bereits 2023 begannen die Vorbereitungen für das Großevent, das mit Festwiese, Bühne und zahlreichen Essensständen Festivalcharakter hatte. Rund 200 Helfer hatten dazu bei Aufbau, Dekoration, Technik und Catering mit angepackt. Für die 3.100 geladenen Gäste – überwiegend Mitarbeitende mit ihren Partnern sowie Vertreter langjähriger Partnerfirmen – entstand so ein besonderer Rahmen, der zum gemeinsamen Feiern bei frühsommerlichen Spitzentemperaturen einlud.
„Mit dem Geburtstagsfest wollen wir all jenen Mitarbeitenden danken, die das Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist“, betonte Ralf Schubert zur Begrüßung. Dabei spiele es keine Rolle, ob jemand erst ein Jahr oder bereits mehrere Jahrzehnte bei Schubert arbeite. Es komme auf die Leistung jedes einzelnen an.
Ab 18.30 Uhr konnten die Gäste auf das Werksgelände in der ehemaligen Hofäckerstraße 7, die seit 1. Juli 2026 in Erinnerung an den Firmengründer „Gerhard-Schubert-Platz 1“ heißt. Die durchgehend kostenlose Verpflegung übernahm federführend in gewohnter Manier das Team von Hägele Catering. Von Linsen mit Spätzle bis zu Pulled-Pork-Burgern bot es eine bunte Mischung aus lokalem wie internationalem Street Food an. Ihren Durst konnten die Besucher an zahlreichen Trinkstationen löschen: Optimal gekühlt, warteten Bier, Softdrinks weitere Getränke auf die Gäste. Der mit 38 Grad ungewöhnliche heiße Junitag ließ sie beherzt zugreifen: Rund 8.600 Flaschen Wasser und 1.000 Liter Wasser in Fässern sorgten neben vielen weiteren Erfrischungen für die nötige Abkühlung.
Nahbar geblieben. Um 19.30 Uhr hießen die zweite und dritte Familiengeneration die Gäste offiziell willkommen: Auf der Bühne schilderten Ralf, Gerald, Peter und Johannes Schubert getreu dem Festmotto ihre packendsten Momente der Firmengeschichte: Gemeinsame Flüge zu Kunden, Kindheitserinnerungen aus der Montagehalle und frühmorgendliche Begegnungen mit dem Werksdienst zeigten eindrucksvoll, wie familiär es bei Schubert nach 60 Jahren immer noch zugeht. Dies vermittelte auch ein kurzer Film, in dem weitere Mitarbeitende zur Sprache kamen: Marketing, Montage, Vertrieb – sie alle zeichneten das Bild eines nahbar gebliebenen Betriebes, bei dem das Wir und die Freude an der Arbeit an erster Stelle stehen.
Pullunder trotzt Hitzewelle. Im Anschluss folgte der mit Spannung erwartete, erste Liveact: Comedian und Namensvetter Olaf Schubert – trotz Rekordhitze mit dem bekannten Wollpullunder bekleidet – räsonierte in gewohnt lakonischer Manier über KI, Unternehmertum und Teamgeist. Der sächsische Stand-up-Künstler blieb trotz extremer Temperaturen stoisch und landete so manche Pointe. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an die musikalische Einlage, über die – wie auch über Olaf Schubert – bis zuletzt Stillschweigen gewahrt worden war.
Als Gerald Schubert das Geheimnis lüftete, klatschte die Menge spontan: Hatte beim 50. Firmenjubiläum noch der „Teufelsgeiger“ David Garrett für Begeisterung gesorgt, war es 2026 die musikalisch vielseitige Sarah Connor. Die mit beeindruckender Band tourende Künstlerin gab R’n’B-, Soul- und Pop-Rock-Nummern aus den letzten 20 Jahren zum Besten. Dabei lockte sie nicht nur Zuschauer vor die Bühne, sondern auch Schaulustige auf die Böschung an der Dr.-Bareilles-Straße, mit bestem Blick auf das unerwartete Live-Konzert. Als sich in der Dämmerung immer mehr Leuchtstäbe im Takt der Hits bewegten, war die Festivalatmosphäre perfekt. Der krönende Abschluss des Bühnenprogramms folgte um 23 Uhr: Beim Ballonglühen wurden die zwei Schubert-Heißluftballons am Boden und im Takt der Hintergrundmusik befeuert. Unter Rauchfahnen und Lichtshow stiegen parallel 99 Luftballons in den nächtlichen Himmel. Mit DJ „D White“ feierten die Gäste anschließend bis in den frühen Morgen.
Ebenfalls sehen lässt sich das Ergebnis: Aus dem Cocktailverkauf – dem einzigen kostenpflichtigen Angebot des Abends – kamen 8.070 Euro zusammen. Das Geld fließt zu gleichen Teilen an soziale Einrichtungen in der Region.