Verpackungsmaschinen mit Langzeitperspektive
von Gernot Rath
SOMIC baut Angebote im Service aus und setzt auf Nachhaltigkeit
... und stellt diese Leistungen gezielt für den Auftritt auf der interpack 2026 in den Fokus. Nach wie vor setzt man bei SOMIC auch auf das Thema Sustainability – ein immer wichtiger werdendes Kriterium für langfristige Investitionen.
„Wir werden unsere Besucher wieder mit starker und neuer Technik begeistern – so viel kann ich jetzt schon verraten“, sagt Patrick Bonetsmüller, Geschäftsführer des weltweit agierenden Familienunternehmens mit Hauptsitz in Amerang im Chiemgau. „Doch wir möchten auch unsere Angebote rund um die Maschinentechnik – sobald sie in Betrieb genommen ist – verstärkt ins Blickfeld rücken“. Die Angebote dazu werden im Geschäftsfeld Project Services
sowie auch im Unternehmensfeld Sustainability gebündelt.
Alles für die Service-Exzellenz. Der übergreifende Anspruch bei allen Aktivitäten im Bereich Project Services ist Verlässlichkeit. Das hört sich zunächst selbstverständlich an, doch bezogen auf den kompletten Lebenszyklus einer SOMIC Verpackungsmaschine erfordert das eine große Bandbreite an langfristig wirkenden Maßnahmen: tagtäglicher, verlässlicher Output, Lösungsangebote für einfache Maschinenanpassungen bei Formatveränderungen oder Support für durchgängige Produktion sind schon seit Langem selbstverständliches Angebot. Dominik Schmied ist Leiter dieses Geschäftsbereichs: „Wir decken alle Aufgaben ab, die nach dem Verkauf der Maschine beim Anwender im Verpackungsprozess Betreuung erfordern. Dazu gehören der Ersatzteilservice, der Technical Support, verschiedene Trainingspakete für die Bediener oder Wartungsmitarbeiter bei unseren Kunden, Wartungsarbeiten durch SOMICFachpersonal sowie die Möglichkeit mit Retrofit und Upgrade auf aktuelle Entwicklungen im Konsumgütermarkt zu reagieren“.
Anpassungen in der Maschinenkonfiguration sind bei SOMIC durch den zuletzt genannten Service-Bereich Retrofit und Upgrade in jeder Maschine möglich, die ab dem Jahr 2004 konstruiert worden ist – so Dominik Schmied. „Ab diesem Jahr kann man auf CAD-Daten zugreifen, die nachträgliche Änderungen möglich machen. Nach Einzelprüfung ist dieser Service sogar für ältere Maschinen möglich“. Die Lebensmittelhersteller oder Hersteller von Konsumgütern sehen sich heute sehr viel kürzeren Lebenszyklen ihrer Produkte gegenüber. Neue Geschmacksvarianten sollen auf den Markt kommen, das Portfolio soll durch eine neue Verpackungsgröße oder ein neues Füllvolumen ergänzt werden. In jedem dieser Fälle soll das möglichst mit der bestehenden Maschine realisiert werden. „Eine SOMIC-Maschine ist eine langfristige Investition. Das bedeutet, dass wir gezielt die Historie der Verpackungsanlagen rund 25 Jahre zurückverfolgen und auch für langjährig betriebene Maschinen passende Servicepakte oder Ersatzteilangebote bieten können“.
Dominik Schmied wirft einen Blick auf die weiteren Service-Angebote: „Unser Ersatzteilservice umfasst neben Standard-Ersatzteil-Paketen, die die Maschinenverfügbarkeit sichern, auch Express-Sendungen für unvorhersehbare Ereignisse sowie einen europaweiten Reparatur-Service, um die Maschine über die gesamte Lebensdauer zu versorgen. Der Bereich Wartungen durch unser SOMIC Fachpersonal stellt eine hohe Maschinenverfügbarkeit im täglichen Betrieb bei unserem Kunden sicher. Weiterhin sorgen Hands-On Schulungen für die Mitarbeitenden unserer Kunden für eine qualifizierte Bedienung der Maschinen und eine hohe Produktivität. Und der Technical Support bietet für den Fall der Fälle schnelle und professionelle Lösungen - remote & on-site. Auch für Prozessoptimierungen an den Anlagen in der Produktion sorgt der Technical Support. Dies garantiert einen maximalen Output an der Produktionslinie“.
Nachhaltigkeit als Teil der DNA. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird bei SOMIC intensiv bearbeitet. „Wir haben schon immer einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt und haben das in vielen Aspekten unserer Maschinen als selbstverständlich mitberücksichtigt. Nachhaltigkeit ist Teil unserer DNA“, sagt Angelina Eilenberger, Managerin Sustainability bei SOMIC. Neu ist, dass Angelina Eilenberger diese Aufgaben nun als Nachhaltigkeitsmanagerin auf einer eigenen Position wahrnimmt. Sie bündelt die Aktivitäten, die sich aus Gesetzesanforderungen ergeben und intern oder kundenseitig Handlungen notwendig machen. Darüber hinaus greift sie Impulse auf, die aus dem Innovationsanspruch der Fachbereiche entstehen und unterstützt bei deren Bewertung auf einen Nachhaltigkeitseffekt.
In erster Linie widmet sich das interdisziplinäre Team den Anforderungen aus der EU-CSR-Richtlinie und macht so die Nachhaltigkeitsaspekte im Geschäftsbetrieb mit Prozessen und Zahlen greifbar. Das standardisierte und empfohlene Vorgehen der Richtlinie ist bei SOMIC die Handlungsgrundlage: Doppelte Wesentlichkeitsanalyse, vorläufige Wesentlichkeitsmatrix, Stakeholder-Dialog und Ableitung der weiteren Strategie werden für den ersten Nachhaltigkeitsbericht zusammengeführt. Das Unternehmen stellt sich also mit dem vollen Programm auf: „Wir verstehen alle Nachhaltigkeitsthemen, egal ob sie maschinenbezogen sind, unsere Infrastruktur oder Unternehmenskultur betreffen, als Teil unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Das wird als strategischer Anspruch konsequent mitberücksichtigt“, erklärt Angelina Eilenberger. So seien Nachhaltigkeit und deren Teilaspekte bei SOMIC Bausteine für die Resilienz des Unternehmens und eine Grundlage für alle Unternehmensentscheidungen.
Kundenbezogene Themen sind ein weiterer Schwerpunkt: Der digitale Produktpass und der Product Carbon Footprint stehen weit oben auf der Agenda. Ziel ist es, den Kunden umfassende und belastbare Daten zu den CO2‑Emissionen der Maschinen zur Verfügung zu stellen. Die Datenerfassung und -aufbereitung erfolgen standardmäßig über eine Nachhaltigkeitsmanagement‑Software. Die entsprechenden Prozesse sind definiert; ein Energieaudit gehört bereits seit 2022 zum Standard bei der Bewertung interner Optionen zur Ressourcenschonung. Damit schafft das Unternehmen transparente Grundlagen für nachhaltige Entscheidungen entlang des gesamten Maschinenlebenszyklus.